Montag, 5. Februar 2018

Karnevalssitzungen 2018


Die Karnevalssitzungen in Wachenbuchen sind vollbracht. Die Rot-Weißen sind zufrieden und auch sehr stolz über das gezündete Karnevalsfeuerwerk der letzten Tage. Stets ausverkauftes Haus und beste Stimmung herrschte im Wachenbuchener Narrenbau. Unter dem diesjährigen Motto „Zeitreise“ luden die Rot-Weißen zur ihren Sitzungen ein: 

Das Programm begann passend zum Motto mit einer Zeitreise. Die Gruppe ShowACT ließ Kindheitserinnerungen aus den 60er Jahren wieder auf erleben - dabei nahmen die 15 Akteure das Publikum mit nach England, wo Mr. Banks und seine Frau mit den Kindern Michael und Jane leben. Das Verhältnis von Eltern und Kinder ist sehr kalt und so muss ein Kindermädchen her – ein ganz besonderes: Mary Poppins! Mit ganz viel Liebe und Charme konnte Mary Poppins mit Hilfe von lebenden Statuen, funkelnden Blumen, Schornsteinfegern und Pinguinen die Kinder und die Eltern wieder vereinen. Besonders die schauspielerische Leistung der kleinen ShowACT Stars ist hervorzuheben. Die Trainer Nadine Neunemann, Celine Grabusic und Vanessa Conrad haben eine wunderschöne alte Geschichte mit ihren Zöglingen neu interpretiert. Ein toller Start für den Abend.
Nun hielt der Karneval Einzug ins Narrenhaus, allen voran Sitzungspräsident Bernd Hude. Nach seinem Abstinenzjahr, das er im Prinzenumhang verbrachte, kehrte Bernd charmant wie eh und je als Gastgeber zurück.
















Im Mittelpunkt des rot-weißen Treibens natürlich das Prinzenpaar Markus I. und Jessica I. Jeder im Bürgerhaus spürte wie sehr das sympathische Paar ihre Regentschaft genoss. Die Freude und Dankbarkeit der Beiden steckt jeden an. Wie viel den Beiden ihre rot-weiße Rolle bedeutete wurde Samstagabend deutlich, als Prinz und Prinzessin sich weinend von der großen Bühne hinter den Kulissen von ihren Untertanen verabschiedeten: „Wir kamen mit nichts zum Verein und jetzt haben wir eine riesen große Familie

Traditionell stand im Anschluss schon früh am Abend eines der Höhepunkte an: die Prinzengarde. Mit ganzem Stolz dürfen wir diese Garde unser nennen. Dynamisch, spritzig, kreativ und mit den legendären Spagat- oder Beinwurfreihen: Die Prinzengarde ist ein Garant für Jubelstürme im Wachenbuchener Narrenbau. Mit noch mehr Stolz werden wir nicht müde zu verkünden, dass die Mädels ganz ohne Trainer auskommen. Der Lohn für intensive und früh beginnende Jugendarbeit ist es diese Gruppe auf der Bühne strahlen zu sehen. Leider müssen wir uns auch in diesem Jahr von 3 Tänzerinnen verabschieden: Die Prinzengarde verlässt Julia Menk, die uns weiterhin als Trainerin der Stöpselgarde und als Vorstandmitglied erhalten bleibt. Leider hängt auch Sarah Jahn die Gardestiefel an den Nagel, bleibt aber auch im Vorstand tätig. Aus dem Gardekostüm verabschieden müssen wir uns leider auch von Selina Maier. Erfreulicherweise dürfen wir aber alle drei weiterhin auf der Bühne bei der Showtanzgruppe Heartbeatz bewundern. 

Jan-Niklas Hude schlüpfte in diesem Jahr in die Rolle eines etwas verstörten Hasen und berichtete über die Waldtiere und ihre Neigungen zu Genussmitteln. Mit Bierflasche, Piercing im Hasenohr und zu Klängen von „Hoch die Hände Wochenende“ zeigte Jan-Niklas wie ein Hase richtig feiert! 














Für Karnevalsstimmung pur sorgte vor allem die nächste Gruppe: Die Stimmungsmacher die Schoppies. Wieder einmal bewiesen die Sängerinnen und Sänger das richtige Händchen bei der Musikauswahl. Und so schunkelte, klatschte, tanzte und sang das Publikum. Bei bester Stimmung hielt es die Narren nicht lange auf den Stühlen, zumindest sitzend. Auf den Stühlen stehend wurden die Sänger gefeiert! Zum Glück verabschiedete sich die Gruppe nur kurz, denn im zweiten Teil durften wir die Schoppies noch einmal erleben. 

Die jüngste Garde an den großen Karnevalssitzungen zeigte bereits einen fulminanten Gardetanz. Die Trainerinnen Fabienne Häuser und Sandra Preis-Busch können ganz besonders stolz auf ihre Tänzerinnen sein. Bereits in jungem Alter zeigen die Tänzerinnen einen dynamischen Tanz mit Synchronität in naher Perfektion. Besonders aber die Ausstrahlung der jungen Damen erreichte die Herzen des Publikums. Um die Jugend im Gardetanz brauchen wir uns keine Sorgen machen. 



Dies zeigt sich auch bereits bei der noch kleineren Auftrittsgarde, der Stöpselgarde. An dieser Stelle sei ein kurzer Abstecher zur Seniorensitzung gestattet. Denn hier trat unsere kleinste Auftrittsgarde auf. Tamara Hanacek und Julia Menk erlernten mit ihren 20 Schützlingen bereits viele Gardeelemente, die mit viel Überzeugung und Enthusiasmus von den kleinen Stars dargeboten werden. Besonders die Kombination von Bein- und Armbewegungen, in zum Teil gegensätzliche Richtungen, sind sehr schwierig zu erlernen und trotzdem meistern die kleinen Tänzerinnen und sogar ein Tänzer das mit Bravur. Das spielerische Fordern und Fördern der Tänzerinnen gepaart mit viel Freude und Liebe zur Musik und dem Tanz, ist das Geheimrezept für unsere Jugendarbeit im Gardetanz. Das Ergebnis sieht man, wie bereits erwähnt, in unserer phantastischen Prinzengarde. Aber mit einem Punkt schlägt die Stöpselgarde alle anderen Gruppen: mit dem niedlichsten Enthusiasmus der Welt. Die Tänzerinnen werden nicht umsonst bereits bei ihrem Einzug lautstark gefeiert! Das absolute Highlight der Seniorensitzung. Aber nun zurück zu unseren großen Abendsitzungen.


Nach der Minigarde war es Zeit für das Power-Duo Katja Wild und Nicole Schick. Die Zwei nehmen sich selbst nicht allzu ernst und sind somit echte Stimmungsgaranten in der Bütt. In diesem Jahr reisten die Zwei mit der Zeitmaschine ganz weit zurück und landeten in der Steinzeit. Als Neandertalerinnen kämpften sie mit allerlei Neuerungen wie Büstenhaltern und erschreckten sich vor der Hässlichkeit der eineiigen Zwillingsschwester. Wir sind stolz, dass wir zwei so tolle Frauen bei uns in der Bütt haben!

Weiter ging es mit der Frauenpower. Wir durften unsere neue Solotänzerin vorstellen: Irina Lenz. Nicht nur ihre phantastische Ausstrahlung überzeugte das Publikum auf Anhieb, sondern auch ihre Dynamik und Gelenkigkeit ließ das Publikum einen sensationellen Solotanz erleben. Irina hat jahrelange Erfahrung auf der rot-weißen Bühne. Sie hat alle Garden durchlaufen und tanzt ebenfalls aktuell in der Prinzengarde. Alleine auf die Bühne zu gehen, ist aber nochmal eine ganz andere Hausnummer. Das Publikum war sich aber einig: Die Premiere ist mehr als geglückt. Eine toll anzusehende Solotänzerin, die unter der Leitung ihrer Trainerin Sandra Preis-Busch einen ebenso tollen Solotanz hinlegte.

Zeit war es nun für den ersten Showtanz des Abends. Passend zum Motto reisten wir nun in die Vergangenheit, blieben aber an Ort und Stelle. Eyecatchers gewährt einen Blick ins Mittelalterliche Wachenbuchen. Vielen ist sicher bekannt, dass es eine Burg in Wachenbuchen gab. Verborgen blieb aber bisher, dass diese Burg von Ritterinnen besetzt war. Und eben diese Ritterinnen waren es, die dank eines Excalibur Schwerts zum Leben erweckt wurden und Frauenpower pur demonstrierten. Ein Showtanz gespickt mit vielen Hebungen und waghalsigen Würfen, für die sich eyecatchers einen Namen gemacht hat. Ein toller spritziger Showtanz, den die 14 Tänzerinnen unter der Leitung von Trainerin Sandra Rothhaupt auf die Bühne zauberten.

Nach so viel Action hatte sich das Publikum eine kurze Pause verdient.

Traditionell startet der zweite Teil mit der Showturngruppe Jump! Sie reisten sogar live auf der Bühne durch die Zeit. Als rüstige Rentner krochen, humpelten und rollten die sonst so sportlichen Turner auf die Bühne. Dank eines Zeitstrudels landeten sie aber wieder top fit und jung in den 80ern. Mit zu den 80ern passenden geschmacklich strittigen Outfits stapelten sich die Männer und Frauen in luftige Höhen und ließen das Publikum staunen. Immer wieder neuen Akrobatik und Pyramiden lassen sich die Trainer Katharina Kehl und Melanie Mandler-Rohrbach einfallen und verpacken diese in eine runde Story! Die in diesem Jahr natürlich passende 80er und 90er Musik riss das Publikum hörbar mit, so dass mit Jump ein Turnfeuerwerk im Bürgerhaus ausgelöst wurde. Auch auf diese Gruppe sind wir sehr stolz. Denn wer hat schon so eine sympathische Gruppe, die Turnen und Karneval so perfekt vereint.






Bereits die Anmoderation durch Abteilungsleiter Timo Stein bzw. Manuel Rothhaupt ließ erahnen, was als nächstes folgte. Sitzungspräsident Bernd Hude hatte seinen 11er-Rat zurück gelassen, um in die Bütt zu steigen. Nach seinem Sensationserfolg aus dem letzten Jahr, schlüpfte er wieder in die Rolle des rüstigen Rentners. Schließlich geben die Plagen des Alters ausreichend Futter, um auch in diesem Jahr aus dem Nähkästchen zu plaudern, in diesem Jahr an der Bushaltestelle. Zahlreich sind immer noch die weiblichen Kontakte von Herrn Meier. Auch wenn beispielsweise für Ekstase beim Gegenüber statt seinen Annäherungen der neue Elektrozaun sorgt.

Und wieder gelang Bernd ein Meisterwerk. Die Rolle des alten Manns steht ihm einfach perfekt, ob dies nun ein Kompliment ist, kann jeder für sich beantworten.








Nun war die Zeitmaschine nach vorne eingestellt. Die Zeitreise führte nun in die Zukunft! Mit Heartbeatz erlebte das Publikum einen Kosmos, in der die Stabilität der Welt durch Energiequellen aufrechterhalten wird. Um die Energiequellen zu bewachen und am Laufen zu halten, wurden Wächter gezüchtet. Das Publikum wurde eingeladen einen Blick auf die Wächter und die Energiequellen zu werfen. Aber durch die große Energieansammlung der Narrenmeute kam es zu einem Zusammenbruch der Energiequellen. Somit mussten die Wächter das Aufladeprogramm wieder starten. Mit ausgefallener Choreographie in Synchrontität der Extraklasse schafften es die 17 Tänzerinnen die Energiequellen wieder aufzuladen. Heartbeatz strahlte in diesem Jahr ganz besonders, unter anderem durch ihre leuchtenden Kostüme, die eine ganz besondere Atmosphäre schafften. Ein galaktisch schöner, bunter und elektrisierender Showtanz der Gruppe Heartbeatz. In diesem Jahr besteht Heartbeatz aus 17,5 Tänzer, tritt allerdings nur zu 16. auf. Der überaus fröhliche Grund ist die Schwangerschaft von Sandra Preis-Busch, die für ihre Gruppe die Lichteffekte steuerte.

Nun war es nochmal an der Zeit den rot-weißen Gardetanz zu genießen. Die Maxigarde stürmte den Saal. Die jungen Damen zeigten einen spritzigen Gardetanz und wieder den Beweis, dass die Jugend im Gardetanz abgesichert ist. Vanessa Conrad ist extrem stolz auf die Mädchen, die mit 5 Neuzugängen dieses Jahr ein spannendes Jahr hinter sich haben.

Im zweiten Teil der Schoppies schafften es die Sänger noch eine Schippe drauf zu legen und Faschingsstimmung in Ekstase beherrschte den Narrenbau. Einfach grandios wie diese Gruppe auch den Letzten zum Mitfeiern animiert!













Auf die nächste Gruppe freuen sich die Narren immer am meisten. Eine ganz besondere Zeitreise absolvierte das Männerballett in diesem Jahr. Ganz nach dem Fernseherfolg „Biggest Loser“ verloren die erschienen Wuchtbrummen in Windeseile ihre Pfunde. Als Belohnung durften die Männer nach Hawaii reisen. Leider wurde die Gruppe dort von Läusen überrscht und so endete die Siegestour anders als erwartet. Dabei kamen aber auch die akrobatischen und tänzerischen Fähigkeiten der Männer nicht zu kurz. Viele Lacher und Jubelstürme heimsten die Männer rund um die Trainerinnen Lisa Hanacek und Sandra Preis-Busch ein. Mit Sicherheit wieder ein absolutes Highlight der Kampagne.

Weiter ging es Schlag auf Schlag mit dem nächsten Highlight. Die sympathisch, charmante, elegante und attraktive Showtanzgruppe Rot-Weiß begeisterte in diesem Jahr als hübsche Matrosen mit ichrem Tanz: Schiff ahoi, Rette sich wer kann. Trainerin Evelyne Wendt weiß es ihre Mädels sehr gut in Szene zu setzen. Mit allerlei Requisiten nahmen die Tänzerinnen das Publikum mit in eine maritime Welt, retteten sich vor einem weißen Hai Angriff dank der bekannten Baywatch Bojen und ließen die Stimmung kurz vor dem Finale bereits gipfeln. 

Bernd Hude blieb nun noch die Ehre sich bei dem tollen Publikum im rot-weißen Bau zu bedanken und verabschiedete sich bis zum nächsten Jahr. Das Finale gebührte wieder der altbekannten Hitparade. Mit einer musikalischen Zeitreise bereitete die bunte Gruppe rund um Trainerin Corinna Stein den Narrenbau auf das Finale vor. Und das Publikum ließ sich nicht lange bitten und stand bereits schon früh auf den Stühlen um gemeinsam mit der Hitparade ein fulminantes Ende eines (hoffentlich für jeden) tollen Abends zu feiern. Auf der Bühne gaben sich bekannt rasant die Stars die Mikos in die Hand. Von Mark Foster über Heino bis hin zu Baccara, die Rot-Weißen hatten mit ihrem Publikum einen riesen Spaß.

Bei einer anmutigen akrobatischen Helene Fischer fanden sich dann alle Aktive auf der Bühne ein und verabschieden sich von einem feiernden Publikum. Der rot-weiße Vorhang schloss sich nun und ließ glückliche Rot-Weiße auf der Bühne zurück, die noch einen letzten gemeinsamen emotionalen Moment des Innehaltens zelebrierten mit einem 3x Wachenbuchen HELAU. Nach monatelanger Arbeit von Jedem Einzelnen haben wir es geschafft, den Alltag ein paar Stunden vergessen zu lassen und mit dem Publikum in den rot-weißen Karnevalsmikrokosmos abzutauchen.


Nach dem fulminanten spontanen Start in 2017 knüpfte auch 2018 an die „After-Sitzung“- Partystimmung an und so tanzte die Meute noch bis spät in die Nacht im Narrenbau. Die Zeitmaschine ist nun im Hier und Jetzt wieder gelandet. Es bleiben aber für die Rot-Weißen und ihrem Publikum wunderschöne Erinnerungen an diese phantastische Zeitreise.

Wir freuen uns bereits am nächsten Wochenende auf ein Wiedersehen. Am Kinderfasching am Sonntag dem 11.02. laden wir die kleinen Narren ein, das Bürgerhaus einzunehmen. Mit vielen Spielen und Überraschungen feiern wir eine große Faschingsparty! Beginn und Einlass ab 14:00 Uhr, Karten für 3,50 € für Erwachsene und 2,50 € für Kinder gibt es an der Tageskasse. Den Höhepunkt erreicht der rot-weiße Karneval dann am Rosenmontag mit dem legendären Rosenmontagsball mit Helium 6. Karten gibt es für 10€ noch im Vorverkauf bis Samstag (Frisierstube Ellen Kehl, Mühltorring 6 in Wachenbuchen). Restkarten sind dann an der Abendkasse ab 19 Uhr erhältlich.